Windschutz für die Terrasse und den Garten – wichtige Praxistipps Teil 1

Nun, da sich der Sommer dem Ende neigt und die etwas kälteren und vor allem windigeren Tage allmählich die Oberhand gewinnen, macht sich dies auch beim gemütlichen Sitzen auf der Terrasse bemerkbar. Langsam wird es Zeit, Vorkehrungen zu treffen, sodass auch im dritten Quartal des Jahres die Wohlfühlatmosphäre der eigenen Terrasse genossen werden kann, weswegen in diesem Artikel wichtige Tipps zum Thema Kauf und Kaufkriterien einer Windschutzterrasse aus Glas gegeben werden sollen.

Welches Material ist als Windschutz geeignet?
Eine Mauer aus Ziegeln oder Holz ist sicherlich jedem bekannt, der neue Trend liegt allerdings im Glas. Zu erklären ist dies zum einen durch den ästhetischen visuellen Effekt, denn Glas verleiht jeder Terrasse Glanz und Klasse. Zum anderen und vor allem aber durch funktionelle Vorteile.

Wer sich letztendlich für Glas entscheidet, der muss vor dem Kauf der Windschutzterrasse mit den wesentlichen Materialeigenschaften von Glas beschäftigen und sollte sich diesbezüglich bewusst sein, welche Effekte die Entscheidung letztendlich auf Komfort und Sicherheit hat. Hierbei sind wesentlich:

– Glasstärke
– Glasart
– Glasversiegelung

Glasstärke ist wichtig für die Stabilität
Je nach Größe der Glasscheibe muss dieses unterschiedlich hohen Belastungen standhalten können, die durch den Wind auftreten. Für einige Glasarten wird die Glasstärke sogar direkt in den „Technischen Regeln für die Bemessung und Verwendung von punktförmig gelagerten Verglasungen“ (TRPV) vorgegeben.

Grundsätzlich wird zwischen zwei unterschiedlichen Glasarten unterschieden, dem ESG und VSG. ESG ist die Abkürzung für Einscheiben-Sicherheitsglas. Es besteht aus einer Glasscheibe, wird aber in diversen Stärken angeboten.

VSG ist die Bezeichnung für Verbund-Sicherheitsglas. Dabei ist zwischen zwei Glasscheiben eine Folie gelagert. Auch das Verbund-Sicherheitsglas ist in unterschiedlichen Verbundstärken erhältlich.

Unterschiedliche Glasarten für verschiedene visuelle Effekte
Bezüglich der Glasart wird zwischen drei großen Gruppen unterschieden, die speziell beim Einsatz als Windschutz auf der Terrasse Aspekte wie Lichtdurchlässigkeit oder Sichtschutz regulieren.

– Satiniertes Glas
– Strukturglas
– Klarglas

Satiniertes Glas wird aus Klarglas gefertigt, indem es durch eine spezielle Sandstrahltechnik behandelt wird. Satiniertes Glas ist besser bekannt als Milchglas, das optimal als Sichtschutz geeignet ist, aber sich dennoch durch eine hohe Lichtdurchlässigkeit auszeichnet. Windschutz aus satiniertem Glas gibt es entweder mit ganzheitlicher Milchglas-Scheibe oder bei Bedarf auch mit individuellen Sandstrahl-Muster.

Strukturglas ist, wie der Name bereits vermuten lässt, durch unterschiedliche Strukturen auf der Glasoberfläche gekennzeichnet. So ist es möglich, Teile der Glasscheibe individuell zu gestalten. So lassen sich Teilbereiche blickdicht anfertigen, hingegen andere Regionen der Glasscheibe transparent ausfallen.

Klarglas ist die Bezeichnung für unterschiedliche Glasarten, meint in Bezug auf den Windschutz aber Scheiben, die wie Fensterscheiben klar, durchsichtig und farblos sind.

Nanoversiegelung gegen Verschmutzung
Gläser lassen sich mithilfe einer speziellen Nanoversiegelung behandeln. Hierdurch werden Glasoberflächen beschichtet, woraus letztendlich ein nachhaltiger Oberflächenschutz resultiert. Kein anderes technisches Verfahren beeinflusst den Pflegeaufwand und den Werterhalt einer Glasscheibe so positiv wie dieses Versiegelungsverfahren. Es erzeugt auf dem Glas den aus der Natur bekannten Lotuseffekt. Kleine auf dem Glas haftende Nanopartikel erschweren es Kalk, Wasser und Schmutz auf der Fläche haften zu bleiben, was Pflege und Instandhaltung der Windschutzscheibe erleichtert.

Mobile und starre Windschutzsysteme
Letztendlich bleibt einem die Wahl zwischen einer starren Windschutzbefestigung und einem mobilen System auf Rollen. Gerade wer eine sehr offene Terrasse besitzt und nicht immer am selben Platz sitzen möchte, ist mit einem mobilen Windschutzsystem gut beraten.

Mobile Windschutzsysteme mit Glasscheibe sollten auf einer stabilen Rahmenkonstruktion, bestenfalls aus Edelstahl, befestigt sein. Anders als ein starrer Windschutz lässt sich das mobile System mithilfe von Rollen an einen beliebigen Platz bewegen.

Doch auch fest verankerte Windschutz-Wände haben ihre Vorteile. Ob hier auf einbetonierte oder verschraubte Pfosten als Halterung für die Glasscheibe zurückgegriffen wird, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen und muss in Abhängigkeit der Terrassenkonstruktion entschieden werden. Die Wahl haben Käufer häufig zwischen runden oder Vierkantpfosten, die sowohl abschließend zur Glasscheibe oder mit offenen Spalt zwischen Rahmen und Windschutz installiert werden können.

Welches System und welches Glas letztendlich das richtige ist, muss individuell entschieden werden. Windschutzsysteme für Terrasse oder Garten können unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden und lassen sich auch in verschiedenen Längenmaßen anfertigen. Warum Edelstahl für die Rahmenkonstruktion am besten geeignet ist, das klären wir im nächsten Teil der Artikelserie zum Thema Glas-Windschutz.

Bild: J Mark Dodds, flickr.com

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