Honig selber machen – so gelingt die goldene Süßigkeit

Jeder mag ihn, jeder hat ihn im Küchenschrank stehen, den Honig. Die goldbraune Süßigkeit zählt ohne Frage zu den beliebtesten Brotaufstrichen des Deutschen, kann aber auch zu anderen Zwecken eingesetzt werden. Für gewöhnlich wird Honig direkt im Supermarkt erworben. Wer auf dem Lande wohnt, hat Glück und kann sich den Bienenhonig direkt vom Imker holen. Aber es geht auch ganz anders: Honig kann man mit dem notwendigen Fachwissen und etwas Geschick auch eigenständig gewinnen. Wie das geht, wird im Folgenden erklärt.

Im Einklang mit der Natur
Bienen sind nicht nur wichtig, um an Honig zu gelangen, sondern sie sind auch für das ökologische Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung. Die meisten Pflanzen, von denen Obst abgeerntet werden kann, sind von einer Insektenbestäubung abhängig. Mittlerweile ist ein Großteil der Bienen von der Erdoberfläche verschwunden. Wer sich also ans Werk macht, seinen Honig eigenständig zu gewinnen, sollte sich bemühen, sich möglichst bienenfreundlich zu verhalten. Hier gibt es Tipps für alle umweltbewussten Tierfreunde zu diesem Thema.

So gelangt der Honig in die Wabe
Honig ist ein rein natürliches Produkt und wird aus dem Blütennektar verschiedener Pflanzen produziert. Circa 200 verschiedene Pflanzen muss die Biene anfliegen, bevor ihr Nektarspeicher komplett gefüllt ist. Grundsätzlich gelten Bienen als blütentreu. Sie fliegen tagtäglich dasselbe Pflanzengebiet an und legen hierbei circa 10 Kilometer zurück.

Bienen liefern ihre „Beute“ im Bienenstock an die Stockbienen ab. Diese sind für die Weiterverarbeitung des Nektars verantwortlich, der schlussendlich in Waben gespeichert wird, wo dieser ausreift, was insbesondere eine Absenkung des Wassergehalts meint.

Zudem sind unterschiedliche Bienensekrete dafür verantwortlich, dass der Honig reift und haltbar wird. Im Endstadium wird der Honig in einen entlegenen Teil des Bienenstocks transportiert, wo dieser noch mit einer Wachsschicht überdeckt wird. Dies ist das Zeichen, dass der Honig entnommen werden kann.

Honig aus dem Bienenstock entnehmen
Wer noch keinerlei Erfahrung im Umgang mit Bienen hat, der sollte sich um professionelle Hilfe bemühen. Denn das Imkereigeschäft und Bienengift ist gar nicht so ungefährlich. Grundsätzlich darf sich nur mit entsprechender Schutzkleidung und Werkzeug an einen Bienenstock gewagt werden. Folgende Schritte sind bei der Honiggewinnung zu beachten:

– Insbesondere ein Smoker stellt sich als sinnvoll heraus, um die aufgebrachten Bienen zu beruhigen. Hierbei darf aber nicht allzu viel Rauch produziert werden, da der Honig ansonsten einen bitteren Geschmack annimmt.

– Mit einem Refraktometer kann der Reifegrad des Honigs sehr präzise bestimmt werden. Andernfalls ist auch eine Augenprüfung möglich. Sobald die Waben die erwähnte Wachschicht besitzen, darf geerntet werden. Sollten sich noch Bienen auf den Waben befinden, sollten diese mit einem speziellen Bienenbesen entfernt werden.

– Die eigentliche Honiggewinnung erfolgt erst beim Honigschleudern. Bei warmen Raumtemperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius ist die Verarbeitung des Honigs am ehesten möglich.

– Schleudermaschinen gibt es für den einfachen Privatgebrauch als kostengünstige manuelle Variante. Durch dieses Gerät wird der Honig von den Waben getrennt. Ermöglicht wird dies durch die Fliehkräfte, die auf die Waben einwirken. Der gesammelte Honig kann nach dem Schleudern aus einem Trichter entnommen werden.

Honig-Alternativen im Überblick
Wem das Spiel mit den stechenden Bienen zu gefährlich oder zu aufwendig ist, der kann sich seinen Honig auch auf andere Art und Weise besorgen. Löwenzahn- oder Tannenspitzenhonig ist wesentlich einfacher zu gewinnen und schmeckt ebenfalls sehr lecker.

Ist der Honig erst einmal gewonnen, muss dieser nicht zwangsläufig immer als Brotaufstrich verwendet werden. Auch in der Haushaltsapotheke sollte das süße Gold nicht fehlen. Folgender Link gibt hierüber mehr Infos und zeigt, dass Honig mehr ist als eine zuckerhaltige Köstlichkeit.

Bild: quisnovus, flickr.com

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Kommentare
  1. Petra | Antworten

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