Dill – Der Klassiker im Kräutergarten

Die fiedrigen, aromatischen Blätter des Dills sind in der ganzen Welt als Gewürz bekannt. Er stammt aus Vorderasien und kann auch als Heilpflanze genutzt werden. Die Ägypter nutzten ihn gegen Schmerzen, die Griechen gegen Schluckauf und die Römer verfeinern ihren Wein damit. In Schweden hat es der Dill sogar zum Universalgewürz geschafft.

Der Dill ist ein Lichtkeimer, das heißt, er sollte nur leicht angedrückt oder nur wenig mit Erde bedeckt werden. Mindestens 15 Grad ist die Keimtemperatur. Kräftige Pflanzen sollte man später auf 5 bis 10 cm Abstand vereinzeln. Er liebt eine sonnige oder halbschattige Lage, aber mag keine Staunässe.

Der Dill samt sich selbst aus. Wenn man einige Dolden stehen lässt, bilden sich im Hebst zahlreiche Samen. Wenn man sie nicht erntet, sorgen sie im Frühjahr für Nachwuchs.

Der Dill ähnelt seinem Verwandten, dem Fenchel. Durch einen Riechtest kann man sie aber gut unterscheiden. Der Fenchel riecht nach Anis und der Dill hat ein leichtes mildes Aroma. Sein botanischer Name heißt übelriechend, was eigentlich nicht zutreffend ist.

Nach 6 bis 8 Wochen kann man mit der Ernte beginnen. Man kann ihn sehr vielseitig einsetzen. Dill nimmt man zum Gurken einlegen, in einen Gurkensalat gehört Dill. Man kann ihn mit Quark vermischen. Getrocknet nimmt man ihn für einen Teeaufguss, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Dillsamen trocknen: Wenn die Samen reif und braun sind, hängt man sie zum Trocknen auf. Man schneidet die Stängel ab und bündelt sie, dann hängt man sie kopfüber in eine Papiertüte. Der Ort fürs Trocknen sollte trocken, kühl und gut durchlüftet sein. Nach einigen Wochen schüttelt man die Samen ab und sie fallen in die Papiertüte. Diese kann man in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Teerezept: Man übergießt 30 getrocknete Samen mit 500 ml kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach der Mahlzeit trinken. Man süßt ihn mit Honig. Er beruhigt den Magen und hilft gegen Blähungen. Dilltee mit Honig ist ein Geheimrezept bei Schlafstörungen und Erkältungskrankheiten.

Bild: VancityAllie, flickr.com

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