Die richtige Farbgestaltung für die eigene Wohnung

Rot, Blau, Grün, Gelb – die Farbwahl für die eigenen vier Wände stellt so manchen vor eine große Herausforderung. Nicht nur, dass Farben und Formen optisch ein homogenes Bild ergeben sollen, auch aus psychologischer Sicht soll nichts dem Zufall überlassen werden. Denn Farben wirken sich auf Stimmung und Gemüt aus. Was es bei der Farbauswahl fürs Eigenheim zu beachten gilt, wird im Folgenden erklärt.

Farben und ihre Wirkung
Forscher fanden heraus, dass jede Farbe eine ganz eigene Wirkung auf den Menschen hat. Im Sport werden Trikots und Outfits schon längere Zeit in bestimmten Farben gestaltet, um beim Gegner Eindruck zu hinterlassen. Rot beispielsweise mache aggressiv und empfiehlt sich als Wohnfarbe nur in Ausnahmefällen. Oftmals werden Farben aber auch typisiert.

Denn wie eine Farbe interpretiert wird, ist von Mensch zu Mensch bis auf einige Ausnahmefälle immer gleich . Beim Farbempfinden besitzen Menschen eine Art Urprägung. So gibt es beispielsweise keine Menschen, die bei der Farbe Rot Kälte empfinden. Ein helles Blau wirkt entgegengesetzt niemals wärmend.

– Rot: kraftvoll, anregend, dynamisch und wärmend

– Grün: harmonisch, beruhigend, ausbalancierend

– Blau: harmonisch, kühl, raumschaffend

– Gelb: unruhig, dynamisch, warm, bekräftigend, energiereich

Der Mix macht’s
Eintönigkeit in der eigenen Wohnung ist langweilig, wenn es allerdings zu viele Kontraste gibt, kann es einem buchstäblich schnell zu bunt zu Hause werden. Farbforscher fanden heraus, dass es vor allem der Mix aus beruhigenden, weniger kräftigen Farbtönen und intensiven Farben sei, der für die richtige Stimmung im Wohnraum sorgt.

Dabei sollen circa zwei Drittel des Raumes Ruhe ausstrahlen, ein Drittel darf dann durchaus kontrastreich und bunt gestaltet werden. So bleibt der Raum lebendig, wirkt aber nicht diffus und bietet das perfekte Wohlfühlambiente.

Besonders gut geeignet als ruhige Wohlfühlfarbe ist Vintage Wandfarbe. Die weniger kräftigen Töne können zudem perfekt mit kraftvolleren Farben kombiniert werden. Allerdings gilt auch Vorsicht: Mehr als drei Farben pro Raum bringen Unruhe ins gemütliche Heim. Insbesondere bei der Akzentuierung mit kräftigen Farben ist weniger oftmals mehr.

Licht und Möbel als hilfreiche Accessoires einsetzen
Ebenso wichtig wie die Auswahl der richtigen Farbe ist das Spiel mit dem Licht. Welche Farben wirklich für einen Raum infrage kommen, hängt von der Raumbeleuchtung ab. Die meisten Farben entfalten ihr Ausdruckspotential erst bei adäquater Beleuchtung.

Hervorragend können auch Möbel eingesetzt werden, um einem Raum den passenden farblichen Anstrich zu verpassen. Verschiedene Materialien wie Leder oder Kork übersetzen einen Farbeindruck auf ganz andere Weise und lockern sogar Räumlichkeiten auf, die farblich eher monothematisch gestaltet sind.

Forscher der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst warnen, dass Farben sogar die Aktivität von Menschen beeinflussen können. Rot wird zum Beispiel in Schulen nicht eingesetzt, weil es die Aktivität anregt und Schüler schneller unruhig werden, Grün im Büro hingegen hemmt die Kreativität und macht phlegmatisch. Wer also ganz auf Nummer sicher gehen möchte, dass zu Hause farblich alles im grünen Bereich ist, der holt sich fachmännische Hilfe vom Dekorateur.

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