Der Mutterboden

Der Mutterboden ist wichtiger Bestandteil eines jeden Gartens. Er bildet die Grundlage für das Wachstum der Pflanzen. Bevor ich also einen Garten anlege, sollte ich mich über die Bodenverhältnisse in meinem Garten oder die Bodenverhältnisse vom bestellten Schüttgut informieren.

Die Bodenart mit der Fingerprobe feststellen
Ein sandiger leichter Boden rieselt durch die Finger durch und fühlt sich körnig an. Dieser Boden lässt sich gut und leicht bearbeiten. Er erwärmt sich schnell und kann viel Wasser aufnehmen. Man kann diesen Boden aufbessern indem man Lehm und/oder Kompost untergräbt.

Ein mittelschwerer Boden lässt sich leicht formen, er klebt etwas an den Fingern und fühlt sich samtig – geschmeidig an. Dieser Boden hat viele Nährstoffe, er ist meist tiefgründig und gut mit Wärme versorgt. Er ist ideal für das Wachstum der meisten Pflanzen.

Wenn der Boden glänzt, an den Fingern klebt und er sich gut formen lässt, handelt es sich um einen schweren Boden. Er ist kalt, schlecht durchlüftet und neigt zur Staunässe. Er ist schwer zu bearbeiten. Ein schwerer tonhaltiger Boden kann durch Einarbeitung von Kies und Sand aufgebessert werden, er wird dadurch lockerer. Durch regelmäßiges Umgraben und hinzufügen von Humus wird er besser durchlüftet, was sich besser auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Hier sollte kein Mist oder Dunk untergegraben werden, da er hier schlecht verrottet.

Plätze an denen Brennnesseln wachsen, sind Zeichen für einen guten humusreichen Boden. Wenn Regenwürmer in der Erde aktiv sind, ist das ebenfalls ein Zeichen für guten Mutterboden. Maulwurfshaufenerde ist die beste Aufzuchtserde.

Die richtige Pflege des Mutterbodens
Wenn der Boden zu oft mit der gleichen Pflanze angebaut wurde, kann es zur Bodenmüdigkeit kommen. Die Pflanzen gedeihen nicht mehr richtig, weil sie zu wenige Nährstoffe aus dem Boden ziehen können. Eine Bodenverbesserung kann man erreichen, indem man eine Gründünung vornimmt. Man sät nach der Ernte z.B. Bitterlupine, bestimmte Kleearten, Luzerne, Wicke oder Roggen. Im Herbst werden die Pflanzen dann untergegraben. Der stickstoffarme Boden wird verbessert. Man kann auch Holzasche zum Düngen nehmen, die wird dann im Herbst auch einfach untergegraben (es sollte nicht zu dick gestreut werden). Eine Dünung mit Mist oder Jauche in Herbst vor dem Umgraben fördert ebenfalls die Fruchtbarkeit. Wenn man einen Komposthaufen angelegt hat, ist dieser natürlich auch eine gute Dünung.

Wenn der Garten stark ausgetrocknet ist, kann man mit Mulchen Abhilfe schaffen. Eine Abdeckung mit organischem Material wie Laub (wenn es gesund ist), Rasenschnitt oder Wiesengras (wenn er noch nicht geblüht hat) ist hier hilfreich. Das gleiche Ergebnis erzieht man ebenfalls mit regelmäßigen Hacken, es ist aber aufwendiger. Ist der Boden sauer kann man Kalk bzw. kalkhaltigen Dünger einsetzen.

Wie Sie sehen, kann man den Mutterboden auch ohne chemische Mittel hervoragend pflegen.

Bild: danieldinter, flickr.com

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