Der kleine Holzratgeber Teil 1 – die besten Hölzer für langlebige Möbel

Ob es nun die Möbel aus dem Möbelhaus sind oder ob sich jemand womöglich selbst als Möbelbauer versuchen will, eines gilt für jedes gute Möbelstück: Ohne das richtige Holz wird nicht nur die Optik leiden, sondern auch der Schrank, Tisch oder die Kommode werden den Dienst nicht allzu lange verrichten können. Damit Möbel ein langes und funktionsreiches Leben führen können, ist die Wahl des richtigen Holzes entscheidend. Hier soll eine kurze Einführung zur Auswahl der richtigen Holzsorte erfolgen.

Darauf ist beim Holzkauf zu achten
Speziell diejenigen, die ihre Möbel eigenständig bauen möchten, sollten den Gang zum Tischler oder Schreiner antreten. Hier findet sich garantiert das hochwertigste Holz. Wer weniger Wert auf Qualität legt, der darf selbstverständlich auch einfache Fichtenbretter aus dem Baumarkt nehmen. Für mehr als einfache Regale halten die Materialien in der Regel aber nicht her.

Am besten sind Hölzer geeignet mit einem moderaten Feuchtigkeitsanteil. Aus diesem Anlass sollte immer ein Hygrometer mitgeführt werden, andernfalls ist Vertrauen beim Händler gefragt.

Bei kontrollierter Ware, wie sie beim Fachhändler eigentlich immer vorzufinden ist, dürften auch Pilz- bzw. Schimmelprobleme  keine Rolle spielen. Astlose Kernholzbretter sind grundsätzlich die beste Wahl.

Neben diesen funktionellen Eigenschaften können auch umweltrechtliche Aspekte eine Rolle spielen. Greenpeace gibt hierüber eine fundierte Holzübersicht.

Die besten Holzsorten im Überblick
Unter den besten Holzsorten für Wohn- und Nutzmöbel finden sich viele bekannte Sorten wieder, aber auch einige weniger häufig anzutreffende Hölzer sind darunter.

Ahorn: Das typische Dekor-Holz ist Ahorn, das vor allem aufgrund seiner hellen Farbe in Wohnräumen sehr beliebt ist. Es stammt zumeist aus den südlichen Gefilden Europas, ist aber auch in Kleinasien zu finden. Ahorn sollte nicht allzu lange dem Licht ausgesetzt werden, da das Material ansonsten vergilbt. Es ist sehr hart, lässt sich aber dennoch gut verarbeiten, weswegen es hervorragend zum Möbelbau geeignet ist. Seine geringe Witterungsbeständigkeit verneint jedoch einen Einsatz im Freien.

Birke: Das Holz aus Skandinavien. Vor allem Sitzmöbel lassen sich hervorragend aus Birke herstellen. Da es sehr anfällig für Insektenbefall ist, darf es nur für innen gelegene Wohnräume verwendet werden.
Buche: Buche stammt aus Zentral- und Südeuropa. Vor allem Böden werden aus Buche gefertigt, es ist das Standard-Holz für Parkettdielen. Auch hier ist die geringe Witterungsbeständigkeit Grund, weswegen Buche nur innen eingesetzt werden kann.

Eiche: Hierbei handelt es sich um ein sehr starkes Holz mit hoher Witterungsbeständigkeit, zumindest beim Kernholz. Die sehr schöne Maserung macht das Dekorholz prädestiniert zum Möbelbau, allerdings wird es auch gerne zum Bootsbau eingesetzt. Eiche gibt es je nach Alterungsstufe in unterschiedlich hellen und dunklen Farbabstufungen. Eiche darf nicht mit Metall verbunden werden, da ansonsten Verfärbungen zu befürchten sind.
Kiefer: Bei Kiefernholz handelt es sich um ein sehr leicht zu verarbeitendes Holz, das sich insbesondere zum Konstruktionsbau eignet. Es kann sowohl im Innen- als auch Außenbau verwendet werden.

Lärche: Das hauptsächlich europäische Holz überzeugt durch eine hohe Witterungsbeständigkeit und trotz auch Wasser und Feuchtigkeit auf Dauer. Daher werden vor allem Außenelemente wie Tore und Türen aus Lerche gefertigt.

Mahagoni: Das lateinamerikanische Holz ist noch immer das Dekorholz Nummer eins. Es ist sehr witterungsbeständig, besitzt eine schöne Maserung, einen prachtvollen Farbton und wird als Massivholz eingesetzt, hat dafür aber auch seinen Preis.

Wer sich nicht imstande fühlt, seine Möbel selbst zu bauen, der kann fertige Dielenmöbel auch online erwerben. Dennoch sollte hierbei stets auf das verwendete Holz geachtet werden, da es nicht nur ein optischer, sondern auch ein Qualitätsfaktor ist.

Bild: Ken Owen, flickr.com

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