Der Gabionenzaun – der ökologische Sichtschutz für den Garten

Immer häufiger sind sie zu sehen, die auf den ersten Blick fremdartig wirkenden Zäune, die aus einem Stahlgeflecht bestehen und in ihrem Inneren jede Menge Steine offenbaren. Die Rede ist von einem Gabionenzaun, wie die modernen Gartenzaunkreationen genannt werden. Immer mehr Menschen entscheiden sich anstatt für klassische Grundstücksbegrenzungen für diese Art des Sicht- und Windschutzes – wohl auch aufgrund der vielen Vorteile dieser Zaunkonstruktion.

Aufbau und Installation
Der Gabionenzaun für den Garten besitzt als kennzeichnendes Merkmal ein Drahtgestellt. Dies ist auch zwingend notwendig, andernfalls könnte die schwere Last der Steine, die der Zaun beherbergt, nicht getragen werden.

In der Auswahl der spezifischen Steine haben Gartenbesitzer im Grunde freie Hand. Prinzipiell eignen sich alle Natursteine hervorragend, um innerhalb des Gabionenzauns eingesetzt zu werden. Aufgrund der sehr einfachen Konstruktion können auch nicht ganz so begabte Handwerker und Gärtner problemlos eigenständig Hand anlegen und einen Gabionenzaun installieren.

Die beliebtesten Füllungen für Gabionenzäune:

– Granit
– Dolomit
– Quarzit
– Basalt
– Flusskieselsteine
– Kalksteine

Hierbei gilt es allerdings zu beachten, dass ein stilvolles optisches Bild nur dann gewährleistet werden kann, wenn die Steine vorab gewaschen wurden. Somit wird vermieden, dass allzu viel Erde und Sand ins Innere des Zauns gelangt. Viele Händler bieten passende Steine bereits aufbereitet an. Wer sich für diese Art Zaun entscheidet, sollte direkt nachfragen, ob die Steine palettenweise vor die Haustür geliefert werden.

Aus rechtlicher Sicht ist es wichtig zu wissen, dass die teils sehr massiven Konstruktionen den geltenden Bestimmungen des Baurechts unterliegen. Wer hier kein Risiko eingehen will, informiert sich über die gesetzlichen Regelungen und vermeidet Risiken für sich, den Garten und Passanten.

Gabionenzäune eignen sich für verschiedene Zwecke
Der große Vorteil des Gabionenzauns liegt eindeutig in seiner Vielseitigkeit. Denn er dient nicht nur als hübsche Grundstücksbegrenzung, sondern bietet sprichwörtlich auch Akustik und Wetter die Stirn. Ein Gabionenzaun ist windundurchlässig und verringert den Lärm von Fahrzeugen und anderen Quellen aus dem Straßenverkehr.

Darüber hinaus dient der Gabionenzaun natürlich auch noch als Sichtschutz. Allerdings gilt es zu bedenken, dass dies wiederum von der Wahl der Steine abhängig ist. Je größer die einzelnen Steine, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass kleinere Aussparungen entstehen, durch die hindurchgesehen werden kann. Wer Wert auf eine ungestörte Privatsphäre im Garten legt, der sollte lieber kleiner dimensionierte Steinarten auswählen. Doch auch hier gilt Vorsicht: Teils haben Gabionenzäune in Deutschland bereits für den einen oder anderen kuriosen Rechtsstreit gesorgt. Denn die Sicht von Nachbarn und Anwohner darf durch den Zaun nicht eingeschränkt werden.

Gabionenzäune sind übrigens derartig gestaltet, dass sie nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander aufgebaut werden können. Selbstverständlich gibt es die natürlichen Zaunkonstruktionen auch in unterschiedlichen Größen. Einen Überblick über die verschiedenen Typen kann man sich z.B. auf Gabinova verschaffen.

Im Vergleich zu anderen Zaunarten ist der Gabionenzaun extrem witterungsbeständig. Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit gehen bei dieser natürlichen Zaunvariante Hand in Hand.

Bild: frollein2007, flickr.com

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