Der Akkuschrauber – ein kurzer Ratgeber

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn schon einmal genutzt. Für die meisten Personen ist er womöglich das einzige und wichtigste Handwerksgerät, welches ganz selbstverständlich zum Haushalt gehört. Die Rede ist vom Akkuschrauber. Frauen wie Männer lieben ihn gleichermaßen. Allerdings wird der Begriff des Akkuschraubers mittlerweile etwas zu inflationär benutzt. Denn nicht jeder vermeintliche Akkuschrauber ist auch einer. Wir klären auf.

Schrauber, Bohrschrauber und Schlagschrauber – was ist was?
Akkuschrauber ist nicht gleich Akkuschrauber. Die unterschiedlichen Modellvarianten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Funktionalität. Wer überlegt, sich einen Akkuschrauber zuzulegen, der sollte vorab klären, wozu er das Arbeitsgerät überhaupt benötigt.

Akkuschrauber: Hierbei handelt es sich um die einfachste Schraubervariante. Er besitzt in der Regel nur ein eingängiges Getriebe und verfügt über kein Bohrfutter. Sein geringes Drehmoment ist aber auch gar nicht zum Bohren geeignet. Da diese Art Akkuschrauber oftmals sehr klein und leicht ausfällt, ist auch vom Minischrauber die Rede. Dies hat den Vorteil, dass er auch an schwierigen Ecken und Winkeln hervorragend eingesetzt werden kann. Statt eines Bohrfutters besitzt er lediglich einen Bitaufsatz mit magnetischer Halterung.

Akku-Bohrschrauber: Der Akku-Bohrschrauber zeichnet sich durch seine Funktionalität aus, denn er ist sowohl zum Ein- und Ausdrehen von Schrauben wie auch zum Bohren geeignet. Deswegen ist er mit einem zweigängigen Getriebe ausgestattet, zwischen denen je nach anfallender Arbeit hin- und hergeschaltet werden kann. Akku-Bohrschrauber verfügen zumeist über einen Lithium-Ionen-Akku. Damit das Bohren auch reibungslos funktioniert, ist eine Mindestspannung von circa 13 Volt zu empfehlen. Je größer die Spannung, desto besser.

Akku-Schlagschrauber: Der Akku-Schlagschrauber unterscheidet sich vom herkömmlichen Akkuschrauber lediglich in einer, wenn auch entscheidenden Sache: Er übt eine pulsierende Druckbewegung auf die Schraube aus. Dies hat zur Folge, dass sich diese weitaus fester anziehen, aber auch deutlich einfacher lösen lassen. Deswegen werden diese Handwerksgeräte häufig auf dem Bau eingesetzt.

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Akkuschraubers
Neben dem Modell spielen allerdings noch weitere Aspekte eine Rolle, die ein jeder vor dem Kauf berücksichtigen sollte. Zum einen wäre da die Marke. Nicht immer bedeuten Marken gleich höhere Qualität, beim Akkuschrauber ist dies aber durchaus der Fall. Wer beispielsweise auf Geräte von Akkuline zugreift, der erhält garantiert Produkte mit ausreichend Leistung, guter Verarbeitung und einigen Extras für sein Geld.

Apropos Extras: Von LED-Leuchten für Arbeiten im Dunklen bis zum Schnellspannbohrfutter ist die Auswahl riesig. Besonders letzteres ist nützlich. Allerdings sollte es einen Mindestdurchmesser von 13 Millimetern haben, um auch größere Schraubaufsätze aufnehmen zu können.

Das Kernstück ist und bleibt allerdings der Lithium-Ionen-Akku – Standard bei mittlerweile fast allen Geräten. Er zeichnet sich durch seine geringe Größe bei hoher Leistungsfähigkeit aus, was sich auf seine hohe Zellenspannung zurückführen lässt. Sein größter Vorteil ist allerdings, dass der gefürchtete Memory-Effekt hier nicht auftritt.

Ansonsten sind auch Komfort-Aspekte nicht zu unterschätzen. Gummierte Griffe sorgen nicht nur für angenehmes Arbeiten, sondern tragen auch zur Sicherheit bei. Schalter sollten immer so am Gerät angebracht sein, dass sie mit einer Hand problemlos zu erreichen sind. Unterschiedliche Drehmomenteinstellungen sowie ein Links-Rechtlauf sollte mittlerweile aber Standard sein.

Bild: hmboo Electrician and Adventurer, flickr.com

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