Das richtige Türschloss finden – darauf sollte man achten

Kaum zu fassen, aber fast jede vierte Minute wird in Deutschland eine Haustür aufgebrochen. Kriminelle sind mittlerweile imstande, jede kleinste Sicherheitslücke auszunutzen, um Zutritt zum auserkorenen Objekt zu erhalten. Damit das Risiko eines erfolgreichen Einbruchs minimiert werden kann, folgen in diesem Artikel einige wichtige Hinweise zu Türschlössern und Tipps, wie die meisten Sicherheitsschwächen ausgebessert werden können.

Die größten Sicherheitsrisiken an der Haus- und Wohnungstür
Insgesamt gibt es drei wesentliche Faktoren, die Einbrechern das Leben besonders leicht machen. Hierbei handelt es sich um unpassende Schlüsselverstecke oder qualitativ ganz einfach minderwertige Schlosszylinder und Schließbleche, so eine Untersuchung der Kölner Polizei.

– Das Schlüsselversteck:

Häufig gibt es nach einem Einbruch keinerlei Einbruchsspuren. Der Grund hierfür ist oftmals, dass Diebe das sichergeglaubte Schlüsselversteck gefunden haben, denn Einbrecher kennen die meisten von vielen Personen häufig genutzten Orte. Daher gilt: Den Haustürschlüssel niemals dort verstecken, wo er mit dem Haus in Verbindung gebracht werden kann. Bestenfalls sollte der Schlüssel immer bei einer vertrauenswürdigen Person hinterlegt werden.

– Der Schließzylinder:

Der Schließzylinder ist ebenfalls ein sensibler Angriffspunkt für Kriminelle. Steht dieser zu weit hervor – in der Regel sollte dies maximal drei Millimeter sein – können Einbrecher diesen ganz einfach herausbrechen. Ein weiteres risikobehaftetes Element ist die Stülpschraube. Diese befestigt den Schließzylinder im Schloss. Ragt der Schließzylinder zu weit hervor, kann dieser genau an der Stülpschraube abgebrochen werden. Gute Schlösser schützen allerdings vor dieser Gefahr. Hinweis gibt die DIN 18252.

– Das Schließblech:

Das aber am häufigsten genutzte Element, um verschlossene Türen zu öffnen, ist das Schließblech. Hierbei handelt es sich um die Metallelemente, in welche die Schlossriegel der Tür greifen. Einbrecher können diese an der Schlossseite ganz einfach aushebeln, wenn das Schließblech nicht ausreichend groß und massiv ist. Das Schließblech sollte grundlegend in das Mauerwerk integriert sein, bestenfalls fünf Millimeter. Die Länge des Blechs beträgt am besten 50 Zentimeter. Bei der Dicke sind drei Millimeter ausreichend.

Mehr Schutz durch spezielle Sicherheitsschlösser
Sollte jemand denken, dass eine herkömmliche Sicherung durch das Türschloss nicht ausreicht, dann ist es möglich, auf Spezialschlösser zurückzugreifen. Hierbei kann es sich beispielsweise um Panzerriegelschlösser oder Kastenschlösser handeln, die zusätzlich mit einem Sperrbügel gesichert sind. Solche Schlösser bieten Schutz vor fast sämtlichen mechanischen Gefahren, mit denen Einbrecher in der Regel arbeiten.

Was aber tun, wenn der Schlüssel verlorengeht und die stark gesicherte Tür nicht mehr aufgeht. In diesem Fall muss auf einen speziellen Schlüsseldienst zurückgegriffen werden. Diese besitzen das fachmännische Know-How, um die Tür in der Regel auf eine Art und Weise zu öffnen, dass nicht gleich das gesamte Schloss ausgetauscht werden muss. Glücklicherweise gerät dieses Wissen aber in der Regel nicht in die falschen Hände.

 

Bild: StephenZacharias, flickr.com

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen