Das Kinderzimmer richtig einrichten – so geht’s

Bei Familienzuwachs ist die Freude riesig. Doch ist der Nachwuchs erst einmal auf der Welt, kommen schon die ersten Sorgen hinzu. Nicht nur im Säuglingsalter, sondern auch im Kindesalter sollten sorgsame Eltern darauf achten, das Spiel- oder Kinderzimmer der Kleinen so einzurichten, dass beim Toben und Schlafen keine Gefahr für das leibliche Wohl besteht. Dabei können Elternpaare nicht nur selbst grundlegende Regeln bei der Planung und Umsetzung des Zimmers beachten, sondern sich auch an landesweit einheitlich geregelten Gütesiegeln orientieren.

Wo lauern Gefahren im Kinderzimmer?
Die beiden häufigsten Ursachen für zum Teil tragische Unfälle im Kinderzimmer sind laut statistischen Auswertungen der Sturz vom Wickeltisch oder Verletzungen, die sich auf Sprossenabstände, zumeist am Kinderbett, zurückführen lassen. Gerade im letztgenannten Szenario ist im Extremfall sogar der Kindstod möglich, weswegen Eltern bei der Auswahl von Möbelstücken hier sehr genau hinschauen sollten.

Doch natürlich laufen auch Eltern nicht mit Zollstock durch den Möbelmarkt. Müssen sie auch nicht, denn deutsche Prüfstellen versehen Möbelstücke, die den Standard-Sicherheitsmerkmalen entsprechen, mit einem Prüfzeichen oder Gütesiegel.

Sicherheit für das Kind mit dem GS-Zeichen
Wer wirklich sicher sein möchte, der orientiert sich beim Möbelkauf für das Kinderzimmer am GS-Zeichen, das vom TÜV Rheinland LGA ausgegeben wird. Ausschließlich Kindermöbel, die den gesetzlichen Normungen nach DIN entsprechen, erhalten das Gütesiegel, das Eltern ein eindeutiges Signal gibt, dass es sich bei dem auserwählten Möbelstück um ein geprüftes und sicheres Produkt handelt. Speziell im Fall Sprossenabstand ist in der DIN EN 716-1/-2:2008 exakt geregelt, welche Höchst- und Mindestabstände erlaubt und ungefährlich sind. Doch auch andere Kriterien müssen Kindermöbel vorweisen, um als sicher zu gelten. Folgend einige Beispiele:

– Scharfe Kanten oder Ecken sollten nicht vorhanden oder nicht erreichbar sein

– Querelemente, speziell bei Kinderbetten, die ein Rauf- oder Rausklettern ermöglichen, sind unzulässig

– Kleinteile wie Schrauben, Klammern oder ähnliche Gegenstände sollten fest und nicht abnehmbar sein, da hier bei Verschlucken Erstickungsgefahr besteht

– Schadstoffe und Allergene haben an Kindermöbeln nichts zu suchen

Speziell bei möglichen Allergenen sollte vorab geprüft werden, ob das Kind womöglich auf Materialien oder Stoffe empfindlich reagiert. Allgemein geben das GuT- oder RAL-Zeichen einen Hinweis, dass bei der Produktion von Böden keine gesundheitsgefährdenden Stoffe eingesetzt wurden.

Eltern sind in der Verantwortung
Eltern, die das Thema Kindersicherheit zu Hause wirklich ernst nehmen, greifen beim Möbelkauf grundsätzlich auf vertrauenswürdige Händler wie Woodland zurück, bei denen die gesetzlichen Vorgaben streng beachtet werden. Doch natürlich genügt dies nicht. Bei der Einrichtung jedes Kinderzimmers sollte bei der Planung und Umsetzung von vornherein geklärt werden, wo mögliche Gefahrenquellen liegen könnten. Nur so lässt sich eine sichere Umgebung für den Nachwuchs schaffen.

Bild: Mads Bødker, flickr.com

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen