Bauschäden am Haus – so erkennen Sie Schäden und Mängel

Baumängel können teuer werden. In Deutschland ist statistisch betrachtet jedes 30. gebaute Haus durch extreme Baumängel gekennzeichnet, die Reparaturen in Höhe von mindestens 50.000 Euro erfordern. Natürlich zum Leidwesen der Bauherren. Was Bauschäden überhaupt sind, wie Sie diese erkennen und dagegen vorgehen, das erklären wir im Folgenden.

Was ist eigentlich ein Baumangel?
In Deutschland treten Mängel beim Hausbau vor allem beim Innenputz respektive dem Innenausbau auf, dicht gefolgt von Mängeln an Fenster und Türen, dem Dach und der Fassade sowie den technischen Anlagen. Um einen Baumangel jedoch überhaupt erkennen zu können, sollten Sie wissen, was die jeweilige Bauverordnung Ihres Landes besagt.

Grundsätzlich gilt landesübergreifend jede Leistung, die beim Hausbau nicht nach den vertraglichen Vereinbarungen umgesetzt wurde, als Baumangel. Sekundär kann als Baumangel auch eine erbrachte Leistung gelten, wenn diese nicht dem dafür vorgesehenen Verwendungszweck entspricht.

Als Teilaspekt zur Bewertung eines Baumangels gilt auch die Bauwerksleistung. So muss diese stets den aktuellen Regularien der Baunorm entsprechen.

Wie lassen sich Baumängel erkennen?
Um feststellen zu können, ob wirklich ein Baumangel vorliegt, ist es notwendig, sich penibel mit den vertraglich vereinbarten Leistungen auseinanderzusetzen. In diesem Fall wird von einem Bausoll gesprochen. Halten Sie den Bausoll am besten schriftlich fest.

Bei der Begutachtung der Bauwerksleistung müssen Sie den Istzustand mit dem Sollzustand vergleichen. Falls in diesem Fall Abweichungen festzustellen sind, können Sie diese als Baumängel schriftlich erfassen.

Was Sie nach dem Erfassen eines Baumangels tun können
Insofern Sie etwaige Mängel feststellen konnten, müssen Sie das Bauunternehmen schriftlich auf die Mängel hinweisen – insofern das Bauunternehmen überhaupt für die Mängel haftbar ist. Bedenken Sie hierbei, dass Sie im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung die schriftliche Korrespondenz zwischen Bauherrn und Bauunternehmen nachweisen müssen.

Als Bauherr haben Sie Anspruch auf Nacherfüllug. Dies bedeutet, dass das Bauunternehmen die festgestellten Mängel auf eigene Kosten nachbessern muss. Insofern das Bauunternehmen auf diese Pflicht nicht reagiert, sind Bauherren berechtigt, den Mangel eigenständig oder von einem anderen Bauunternehmen beseitigen zu lassen und die Kosten für die Leistung dem alten Bauunternehmen in Rechnung zu stellen.

Insofern Sie nur kleine Mängel am Bauobjekt feststellen, haben Sie Recht auf Kostenminderung oder dürfen sogar gänzlich vom Vertrag zurücktreten. In besonders schwerwiegenden Fällen ist auch ein Schadensersatzanspruch möglich. Hier kann Sie ein Anwalt für Baurecht am besten beraten.

Bei Baumangel Gutachten erstellen lassen
Während Sie als Bauherr bei kleineren Mängeln die Schadenssache auch eigenständig erfassen können, sollten Sie in schwerwiegenden Fällen grundsätzlich einen Bausachverständigen hinzuziehen. Bausachverständige wie auf www.golunski.de erstellen fundierte Gutachten, die den Baumangel exakt kalkulieren können. Auch im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung sind Gutachten grundsätzlich als Beweismittel anzuführen.

 

Bild: Cedward Brice, flickr.com

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