Anleitung zum Hecke schneiden

Eine dichte Hecke ist der ideale Sichtschutz. Sie hindert unerwünschte Eindringlinge und dient Vögeln sowie zahlreichen anderen kleinen Tieren als Unterschlupf und Nistplatz. Wichtig zur Erhaltung der Funktionen und der Ästhetik der Hecke sind die kontinuierliche Pflege und ein exakter Zuschnitt. Nadel- und Laubgehölze, hier besonders Liguster, Rotbuche und Hainbuche, eignen sich hervorragend zur Heckenbepflanzung. Weit verbreitet sind Hecken aus Buchsbaum, Ilex, Eibe oder Kirschlorbeer. Auch verschiedene Nadelgehölze sind ideal, beispielsweise Bergkiefer, Scheinzypresse oder Wacholder.

Die beste Zeit zum Heckenschnitt
Im Frühling schneidet man kahle oder vergreiste Stellen der Hecken kurz vor dem Austrieb Anfang März. Mit dem eigentlichen Schnitt wartet man den Johannistag, also den 24. Juni, ab. Dann ist der sogenannte Johannistrieb beendet, die Hauptwachstumsphase der Pflanze ist abgeschlossen. Gerade in den blühenden Hecken aus Laubgehölzen brüten verschiedene Vogelarten gern noch bis Ende Juli. Um sie nicht zu gefährden, ist ein Schnitt erst Ende August oder am Anfang des September letztendlich empfehlenswert.
Ausgerüstet mit 2 Pfosten, 2 Seilen und einer guten Heckenschere geht man dann an die Arbeit. Akku-Scheren sind insbesondere bei größeren Hecken zu empfehlen. Aber welche Heckenform ist am besten geeignet?

Die beste Heckenform
Für fast alle Heckengattungen eignet sich die Trapezschnittform. Ihr Vorteil ist, dass das Sonnenlicht auch die unteren Bereiche der Hecke erreichen kann. Alle Blätter wachsen gleichmäßig und behalten ihre Farbe. Bei der Trapezschnittform werden die Flanken nach oben hin um etwa die Hälfte schmaler zugeschnitten.

So wird die Hecke geschnitten
Zuerst wird der Heckenbereich ausgewählt, der geschnitten werden soll. Man markiert den Bereich mit zwei Pfosten, die in die Erde geschlagen werden. Zwischen beide Pfosten wird ein Seil in der gewünschten Schnitthöhe gespannt.
Das zweite Seil wird kurz über dem Boden gespannt. So hat man beim Schneiden der flanken eine Orientierungshilfe.

Beim Schneiden beginnt man mit der Heckenkrone. Man schneidet die Hecke parallel zum oberen Seil und erreicht so unproblematisch eine gerade zugeschnittene Fläche. Jetzt widmet man sich den Flanken. Dabei orientiert man sich am zweiten Seil unmittelbar über dem Boden. Nicht vergessen werden sollte, dass die Hecke oben um etwa die Hälfte schmaler werden soll. Die Schnittbewegungen mit der Heckenschere sollen stets in einem Bogen von unten nach oben ausgeführt werden. So stutzt man die Hecke von unten nach oben. Die Hecke wird am Ende oben nur halb so breit sein wie an ihrem Fuß. Genauso wird die andere Seite der Hecke beschnitten. Wurden beide Seiten schön gleichmäßig bearbeitet, ist eine symmetrische Trapezform entstanden. In praller Sonne sollte man seine Hecke nicht stutzen. Die frei gelegten, jungen Blätter und Triebe verbrennen dann ziemlich schnell.

Wie oft wird geschnitten?
Wie oft die Hecke in einer Saison geschnitten wird, hängt nicht zuletzt vom persönlichen Gusto ab. Die einen lieben den klassischen französischen Formschnitt, die anderen mehr das Wilde und Naturnahe. Etabliert sind die folgenden Richtwerte:

1 x im Jahr: Hainbuche, Liguster, Berberitze, Rotbuche, Lebensbaum und Scheinzypresse
2 x im Jahr: immergrüne Eibe und Feldahorn
Häufiger: Buchsbaum (bei Formschnitt)

Wer gelb gefärbte Buchsbaumspitzen im Winter vermeiden will, sollte Buchsbaum ab August nicht mehr schneiden. So können die neuen Triebe bis zur Zeit der ersten Fröste noch gut ausreifen.

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Kommentare
  1. Ulf | Antworten

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