Anleitung zum Garten anlegen

Das Anlegen eines Gartens gehört alljährlich zu den Aufgaben eines jeden Gärtners. Doch jede Pflanze ist anders und muss anders behandelt werden. Die nun folgende Anleitung zeigt Ihnen aus diesem Grund, was es beim Garten anlegen zu beachten gilt:

Zunächst benötige ich natürlich ein Stück Land, welches ich bearbeiten kann. Idealerweise handelt es sich hierbei um eine Ebene. Ich fange an mit dem Umgraben der Fläche. Es sollte Stück für Stück vom Unkraut befreit werden, sprich umgraben, das Unkraut aussammeln und sofort überharken.

Wenn alles bearbeitet ist, lege ich in der Mitte der Fläche einen Hauptweg an. Ich brauche dazu eine längere Schnur. Ich nehme zwei Stöcker und binde Anfang und Ende des Bands jeweils an einen Stock. Dann stecke ich einen Stock an den Anfang und einen Stock ans Ende der Stelle, wo der Weg entstehen soll. An der Schnur entlang harke ich jetzt  einen Weg.

Der Garten ist geteilt und ich kann mir jetzt Gedanken zu den Beeten machen .Dazu  muss ich natürlich wissen was ich anbauen möchte: Möhren,  Erbsen, Zwiebeln, Kartoffel Gurken, es können aber auch Kräuter sein.

Wenn ich ein Erbsenbeet haben möchte, mache ich es nicht so breit. Ca. 60 cm sind ausreichend. Ich sähe zwei Reihen Erbsen aus. Wenn diese eine bestimmte  Höhe erreicht haben, brauchen sie eine Stütze. Man kann Zweige von Bäumen nehmen, die Erbsen wachsen daran hoch. Es ist besser für den Ertrag und die Ernte gestaltet sich einfacher.

Das nächste Beet könnte mit Möhren und Steckzwiebeln bestellt werden. Diese beiden Pflanzen passen zusammen, weil Möhren dazu neigen wurmstichig zu werden und wenn Zwiebeln direkt daneben stehen, kann dies gemindert werden. Ich nehmen eine Harke, ziehe eine Furche und sähe Möhren hinein. In einem Abstand von etwa 10 cm stecke ich die Zwiebeln. Beides wiederhole ich und habe Möhren und Zwiebeln für das ganze Jahr. Wenn die Zwiebeln meine gewünschte Größe haben ernte ich sie und lasse sie trocknen. Dazu binde ich einige Zwiebeln zusammen und hänge sie geschützt vor Regen auf. Wenn sie getrocknet sind, entferne ich überflüssige Teile und stelle sie in eine Kiste an einem trockenen frostfreien Ort. Die Möhren kann ich in einem Kieseimer überwintern lassen und sie je nach Bedarf  verwenden. Ich kann sie aber auch portionsweise einfrieren.

Kohlrabi kaufe ich als Pflanze. Man sollte sie bis zum Anwachsen regelmäßig gießen. Man könnte auch Kohlrabi-Samen aussähen, aber in einer Tüte sind ca. 100 Pflanzen und so viele braucht kein Mensch.

Bohnen und Gurken legt man erst nach den Eisheiligen, da sie sehr Frost empfindlich sind. Diese beiden Gemüsesorten lege ich in quadratische Beete, weil Gurken sich breit machen und ranken. Ich kaufe Einlegegurken, die kann ich als Salzgurke einlegen, Gewürzgurke daraus machen, ich kann sie so verzehren oder aber einen Salat daraus machen.

Sellerie und Porree werden auch als Pflanzen in die Erde gebracht und müssen bis zum Anwachsen gegossen werden.

Bei Salat kann man entweder Kopfsalat oder Schnittsalat sähen. Wenn es Kopfsalat ist, muss  ich ihn nach einem bestimmten Zeitraum verzehren. Bei Schnittsalat schneide ich meinen Bedarf ab und er wächst wieder nach. Die Entscheidung was Ihnen besser schmeckt, liegt bei Ihnen. Ich bevorzuge den Kopfsalat.

Petersilie sähe ich am Gartenrand aus, damit ich ihn auch im Winter erreichen kann und er nicht bei der Herbstfurche  stört. Er ist zweijährig  und brauch nicht jedes Jahr ausgesät  werden.

Kartoffeln müssen in eine gerade Reihe gepflanzt werden. Ich ziehe Reihen, nehme einen Sparten und grabe kleine Löcher, in die ich jeweils eine Kartoffel lege. Der Abstand zwischen den Kartoffeln sollte ungefähr 20 cm betragen zwischen den Reihen ca. 60 cm. Wenn ich eine Reihe mit Kartoffeln gelegt habe, fange ich die 2. Reihe an und den Spartenstich den ich jetzt für die Kartoffel mache, werfe ich auf die schon gelegte Reihe, damit diese gleich bedeckt ist. Wenn ich meine gewünschte Fläche gepflanzt habe, harke ich alles glatt und warte bis sie aus der Erde wachsen. Die Reihenform ist notwendig, da die Kartoffeln nach einem bestimmten Wuchs angehäufelt werden müssen. Dazu nehme ich eine Harke und harke Erde auf die Kartoffeln (das Kartoffelkraut nicht unterharken). Ich erhalte zudem einen besseren Ertrag, wenn ich Mist im Herbst untergegraben habe .Falls das Kraut schon rauskommt, wenn die Eisheiligen kommen, müssen sie die Kartoffeln mit Erde bedeckt werden, da sie kein Frost bekommen dürfen. Eine Faustregel zur Ernte lautet 100 Tage nach der Pflanzung. Es gibt viele Kartoffelsorten. Ich habe Siglinde und Linda, weil sie festkochend und etwas gelblich in der Farbe sind.

Ich bin der Meinung, dass Erdbeeren in keinem Garten fehlen dürfen, wer einmal seine eigenen gegessen hat schaut keine gekauften mehr an. Die Pflanzung für die Erdbeeren ist im Juli (feuchtes Wetter wäre gut). Entweder ich besorge mir Pflanzen von einem Gartenfreund oder ich kaufe sie mir. In einem vorbereiteten  Boden (gegraben und geharkt etwas Kuhdung  schadet nie) pflanze ich die Erdbeeren. Von Pflanze zu Pflanze sollten 40 cm Abstand sein, das gleiche gilt für den Reihenabstand. Die erste Ernte ist in der Regel im Juni. Die Erdbeeren tragen ihre eigenen Ableger, die ich zu Neupflanzung brauche. Ich nehme nur von Einjährigen und den ersten Ableger von der Mutterpflanze, da diese am kräftigsten sind. Den Rest entferne ich damit die Erdbeeren nicht zuwachsen. Ich halte das Verhältnis so, dass ich halb Einjährige und halb Zweijährige habe. Ältere Erdbeeren bringen wenig Ertrag.

Dill braucht man zum Gurken einlegen und man kann damit gut würzen. Er wächst am besten, wenn der Inhalt einer Tüte in die Erdbeeren verteilt wird. Gut ausgeholt und weit auseinander schmeißen, dann aufpassen, dass man ihn beim Unkraut vernichten nicht weg hakt.

Ich hoffe, dass Sie den einen oder anderen Ratschlag für sich nutzen können und wünsche Ihnen viel Erfolg beim Anlegen Ihres Gartens!

Bilder:

  • Chiot’s Run, flickr.com
  • mhall209, flickr.com

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